Montag, 21. Mai 2012 Heft IKZ-Energy 6-2009
 
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Trend zu großen Pelletheizanlagen

06.01.10 - 09:55 Uhr
Interpellets 2009 vom 7. bis 9.Oktober - Mehr Holzpellets in Kommunen Holzpellets erfreuen sich auch bei der Sanierung oder beim Neubau kommunaler Gebäude einer steigenden Beliebtheit. Nach Angaben des DEPV entscheiden sich immer mehr Gemeinden für Pelletheizanlagen, um Nichtwohngebäude wie Schulen, Kindergärten oder Stadthallen mit Wärme zu versorgen.

Eine Informationsplattform rund um Holzpellets bietet die Interpellets 2009 und der begleitende Fachkongress, das 9. Industrieforum Pellets.

Mit der Umsetzung des Konjunkturprogramms II der Bundesregierung stehen den Kommunen zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten für die energetische Gebäudesanierung zur Verfügung. "Dabei wird die Entscheidung für einen Austausch der Heizanlagen dank der verschiedenen bereitgestellten Fördergelder erleichtert. Zusätzlich gewährleistet die Sanierung beispielsweise von Dach, Fenstern, Fassaden und eben auch der Heizungsanlage einen langfristig wirtschaftlichen Betrieb öffentlicher Einrichtungen", bewertet Horst Dufner, Projektleiter der Interpellets 2009, den Trend.

Die Fachmesse Interpellets 2009 bietet Energiebeauftragten von Kommunen, Planern der Technischen Gebäudeausrüstung sowie Architekten ein breitgefächertes Angebot zu aktuellen Produkten, technischen Lösungen und Dienstleistungen rund um Holzpellets. In diesem Jahr findet die Interpellets vom 7. bis 9. Oktober in der ­Neuen Messe Stuttgart statt.

Gerade für Gebäudetypen wie beispielsweise Stadthallen, Kindergärten, Schulen und Rathäuser können Pellets eine interessante Alternative sein. Immer mehr Kommunen verlassen sich bei der Energieversorgung ihrer Liegenschaften auf den modernen Brennstoff. Ob das Feuerwehrgerätehaus in Gaienhofen-Horn am Bodensee, die Kindertagesstätte Struwwelpeter im bayerischen Grünwald bei München oder das Freizeitbad Cambomare in Kempten - eines haben sie gemeinsam: Die nötige Wärme liefern große Holzpelletkessel.

Schnelle Amortisation
Laut Deutschem Energie-Pellet-Verband (DEPV) ließ sich im vergangenen Jahr ein Trend zu großen Heizanlagen mit Wärmeleistungen über 50 kW feststellen. Diese werden vor allem in kommunalen und gewerblichen Projekten eingesetzt. Gründe für die Investition in Pelletheizanlagen sieht der DEPV in der Kosteneinsparung beim Brennstoffkauf und den daraus resultierenden kurzen Zeiträumen der Amortisation für die Heiztechnik. Neben ökologischen Argumenten, Erneuerbare Energien zu nutzen, sprechen laut Verband wirtschaftliche Überlegungen für Holzpellets: Die Kommunen senken ihre Brennstoffkosten gegenüber Heizöl oder Erdgas deutlich, zum Teil um die Hälfte. Die Energiekosten sind besser und längerfristig kalkulierbar, da sie nicht wie die konventionellen Energieträger extrem starken Preisschwankungen unterliegen.
Zudem amortisieren sich große Pelletanlagen nach etwa fünf bis acht Jahren, so die Expertenmeinung. "Je größer die Anlage, in die eine Gemeinde investiert, desto besser rechnet sie sich", so Dufner. Denn die Kesselkosten sinken pro installiertem kW Wärmeleistung, und über die hohe produzierte Wärmemenge großer Pelletheizungen wirkt der Preisvorteil des Brennstoffs stärker.

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