Enormes Einsparpotenzial im Gebäudesektor
06.01.10 - 13:04 Uhr
CO2-Emissionen der Heizungen lassen sich um mehr als 30 % reduzieren
Der Energieverbrauch im Gebäudebereich ist weltweit für rund 40 % der CO2-Emissionen verantwortlich. Bis 2050 können diese Emissionen um 60 % reduziert werden. Damit würde in den Gebäuden ungefähr so viel CO2 eingespart wie weltweit im Transportsektor entsteht. Das sind wesentliche Ergebnisse der Studie "Energy Efficiency in Buildings" ("Energieeffizienz in Gebäuden", kurz EEB) des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD).
Die Thermotechnik kann bei der Reduzierung der CO2-Emissionen bereits mit den heute verfügbaren Produkten einen wesentlichen Beitrag leisten "Würden die rund 15 Mio. veralteten Heizungsanlagen in Deutschland auf den Stand der Technik gebracht, könnten mehr als 30 % des CO2-Aufkommens aus dem deutschen Heizungsbestand vermieden werden", sagt Jürgen Sterlepper, Mitglied des Bereichsvorstands Bosch Thermotechnik. Das entspricht einer jährlichen Einsparung von rund 55 Mio. t CO2.
Jürgen Sterlepper, Mitglied des Bereichsvorstands Bosch Thermotechnik. Weitere Reduzierungen lassen sich nach Einschätzung von Bosch Thermotechnik durch den verstärkten Einsatz und die wirksamere Integration Regenerativer Energien erzielen. "Aber wir dürfen dieses Thema nicht auf nationale Maßstäbe beschränken", betont Sterlepper. "Als internationaler Thermotechnik-Hersteller sehen wir täglich, wie groß die Unterschiede in verschiedenen Regionen sind. Während die Politik in vielen Ländern Westeuropas und erfreulicherweise neuerdings auch in den USA viel für die CO2-Reduzierung im Heizungssektor unternimmt, gibt es in zahlreichen anderen Ländern bisher nur geringe Anreize." Deshalb hält Bosch Thermotechnik die Studie "Energy Efficiency in Buildings" und ihre Ergebnisse für einen wichtigen Schritt, um das Thema Energieeffizienz in Gebäuden weltweit in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken. Die Studie quantifiziert erstmals die weltweiten Potenziale zum Klimaschutz im Gebäudesektor. "Das Potenzial ist hier enorm und kann mit heute vorhandener Gerätetechnik ausgeschöpft werden. Damit kann die Thermotechnik vergleichsweise schnell und zu geringen Kosten sehr viel dazu beitragen, den weltweiten Klimawandel wirksam einzubremsen", betont Sterlepper. |
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