Die "verborgene Energie" nutzen
24.09.09 - 15:50 Uhr
Jürgen Brück
Die Sonne stellt bekanntermaßen Energie im Überfluss zur Verfügung. Bei ihrer Nutzung müssen jedoch noch immer einige entscheidende Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. So steht sie bei solarthermischen Anwendungen beispielsweise nicht immer dann zur Verfügung, wenn sie auch dringend benötigt wird. Denn im Sommer, wenn die Sonne für lange Zeitspannen vom Himmel brennt, werden nur wenig Warmwasser und keine Heizungswärme gebraucht. Im Winter könnte man den sommerlichen Energieüberschuss freilich bestens gebrauchen, hat ihn aber nicht mehr zu Verfügung. Eine effektive Speicherung der Sonnenenergie ist also nötig, damit die Solarthermie langfristig wirklich konkurrenzfähig wird. Einen viel versprechenden Ansatz hierzu bieten die sogenannten Latentwärmespeicher.
Die Speichermenge eines Containers der Firma LaTherm beträgt ca. 2,5 MWh - mit einem Container könnte also ein Einfamilienhaus ungefähr ein Vierteljahr mit Heizung und Warmwasser versorgt werden. Bild: LaTherm Einer Form dieses ganz besonderen Wärmespeichers verdanken viele Menschen im Winter ihre warmen Hände, dem Wärmekissen. Es wird so lange in heißem Wasser erhitzt, bis seine Füllung flüssig geworden ist. Benötigt man die Wärme nun, knickt man ein in der Flüssigkeit befindliches Metallplättchen, die Flüssigkeit kristallisiert langsam und verströmt dabei eine wohlige Wärme. Dieser Vorgang - nur im großen Stil - läuft auch in Latentwärmespeicher ab. Hier lohnt sich aber zunächst einmal ein etwas genauerer Blick auf die Technologie. |
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