Geothermieforschung in Sedimentbecken
29.06.10 - 09:09 Uhr
Bislang galten Regionen, in denen der geologische Untergrund aus Sedimentgesteinen besteht, für eine geothermische Energienutzung als schwierig. Dabei finden sich vielerorts auch in diesen Gesteinsformationen interessante Wärmevorkommen, die für eine energetische Nutzung ausreichen können. Wie der tiefe Untergrund im Thüringer Becken beschaffen ist und welche geothermische Energienutzung möglich wäre, das soll eine Forschungsbohrung unter Leitung der Friedrich-Schiller-Universität Jena klären. In der vergangenen Woche haben die Verantwortlichen dieses INFLUINS genannten Verbundprojekts die Detailplanung der für 2011 terminierten Forschungsbohrung diskutiert. Im Norden der Stadt Erfurt soll ab 2011 eine mindestens 1500 m tiefe Bohrung im Thüringer Becken in den geologischen Untergrund vordringen. Neben der geologischen und geophysikalischen Grundlagenforschung und der Gewinnung von Bohrkernen geht es insbesondere um die Untersuchung des geothermischen Potenzials. Die Projektverantwortlichen erhoffen sich von den Ergebnissen dieser Tiefbohrung in Erfurt Erkenntnisse, die charakteristisch für das gesamte Thüringer Becken sind. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt INFLUINS im Rahmen der wissenschaftlichen Grundlagenforschung. Bisher keine Kommentare zu diesem Artikel. |
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