Mittwoch, 8. September 2010 Geothermie
 
Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite drucken

Geothermieforschung in Sedimentbecken

29.06.10 - 09:09 Uhr

 

Bislang galten Regionen, in denen der geologische Untergrund aus Sedimentgesteinen besteht, für eine geothermische Energienutzung als schwierig. Dabei finden sich vielerorts auch in diesen Gesteinsformationen interessante Wärmevorkommen, die für eine energetische Nutzung ausreichen können. Wie der tiefe Untergrund im Thüringer Becken beschaffen ist und welche geothermische Energienutzung möglich wäre, das soll eine Forschungsbohrung unter Leitung der Friedrich-Schiller-Universität Jena klären.

In der vergangenen Woche haben die Verantwortlichen dieses INFLUINS genannten Verbundprojekts die Detailplanung der für 2011 terminierten Forschungsbohrung diskutiert.

Im Norden der Stadt Erfurt soll ab 2011 eine mindestens 1500 m tiefe Bohrung im Thüringer Becken in den geologischen Untergrund vordringen. Neben der geologischen und geophysikalischen Grundlagenforschung und der Gewinnung von Bohrkernen geht es insbesondere um die Untersuchung des geothermischen Potenzials. Die Projektverantwortlichen erhoffen sich von den Ergebnissen dieser Tiefbohrung in Erfurt Erkenntnisse, die charakteristisch für das gesamte Thüringer Becken sind. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt INFLUINS  im Rahmen der wissenschaftlichen Grundlagenforschung.
Auch im norddeutschen Becken besteht der tiefe Untergrund aus Sedimentgesteinen. In dieser Region sind bereits im Zeitraum 2003 - 2009 umfangreiche geologische Untersuchungen durchgeführt und geothermische Erschließungskonzepte entwickelt worden. Im Rahmen des Projektes GeneSys wurde im ersten Teil die ehemalige Erdgasbohrung "Horstberg Z 1" in der Südheide zur Forschungsanlage umgerüstet und zur Entwicklung von geothermischen Erschließungskonzepten für Sedimentgesteine genutzt. Im zweiten Teilprojekt soll eines der dort entwickelten Konzepte in Hannover eingesetzt werden, um künftig das dortige GEOZENTRUM, als Demonstrationsprojekt für einen Bürokomplex, komplett mit geothermischer Wärme zu versorgen. Die dazu nötige Bohrung hat bereits Ende 2009 erfolgreich die Zieltiefe von 3900 m erreicht und in diesen Wochen beginnen die weiteren Erschließungsarbeiten. Das in diesen Tagen erschienene BINE-Projektinfo "Geothermische Energie aus Sedimentgesteinen" stellt die von den Bundesministerien für Umwelt und Wirtschaft anteilig geförderten GeneSys Projekte in Horstberg und Hannover vor.

Diesen Artikel bewerten Diesen Artikel bewerten
Übermittele Ihre Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf die Rating-Bar um eine Bewertung abzugeben!

Bisher keine Kommentare zu diesem Artikel.

Ins Gästebuch eintragen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz  
Jetzt bookmarken:addthis.comask.combackflipblinkbitsblinklistblogmarksbluedot.usco.mmentsconnoteadel.icio.usde.lirio.usdigg.comFark.comFeed me links!FolkdFurlgoogle.comhype it!LinkaGoGoLinkaARENAlive.comMa.gnoliaMister WongMyLink.denetscapenetvouznewsvine.comoneviewRawSugarRedditscuttleshadowsSimpySmarkingSpurlstumbleupon.comTailRankTagThatTechnoratiWebnewsWinkWistsYahooMyWebYiggIt
Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein.
 
 
 
IKZ-Energy Ausgaben
Aktuelle Ausgabe
Alternativer text
Alternativer text
Box Bottom
 
 

Seminare und
Trainer finden -
im Handumdrehen

semigator.de bietet Ihnen
einen schnellen und komfor-
tablen Zugriff auf das passende Seminar, Training oder Workshop.
In wenigen Minuten finden Sie geeignete Angebote unter bundes-
weit über 220.000 Seminaren.

 
Folgen Sie uns auf twitter!


 
Flash ist Pflicht!
 
 
 
 
 
 
IKZ-Energy Galleria
Box Bottom