Sonntag, 5. September 2010 Geothermie
 
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Erstmals Geothermiekonferenz speziell zum Norddeutschen Becken

09.06.10 - 08:10 Uhr

 

Erstmals wird in Schwerin eine Geothermiekonferenz speziell zur Nutzung der tiefen Erdwärme im Norddeutschen Becken ausgerichtet. Die Veranstaltung findet vom 7. bis 8. Oktober im Ludwig-Bölkow-Haus statt und wird von der Freiburger Agentur Enerchange organisiert.

In der ersten Ausgabe umfasst die Konferenz GeothermieNord einen Kongress sowie zwei Workshops und bietet insbesondere Vertretern von Kommunen, Stadtwerken, Investoren und Projektentwicklern eine hervorragende Möglichkeit, um über sich vor Ort über die geologischen Besonderheiten und die Entwicklung von Geothermieprojekten im Norddeutschen Becken informieren zu lassen. Auch für die richtige Atmosphäre zum Netzwerken ist gesorgt: Am Abend des ersten Konferenztages lädt die WEMAG AG als Hauptsponsor der Konferenz alle Teilnehmer in die Orangerie des Schweriner Schlosses ein. Die WEMAG hat als regionaler Energieversorger für West-Mecklenburg und Teile Brandenburgs bereits 15 Jahre Erfahrung mit dem Betrieb eines Geothermiekraftwerks in Neustadt-Glewe.
Das norddeutsche Becken erstreckt sich im Westen von der holländischen Grenze über Bremen, Hamburg und Schwerin im Osten bis an die polnische Grenze. Im Süden endet es südlich von Hannover und reicht im Südosten fast bis ans Erzgebirge. Die geographische Grenze im Norden ist Dänemark - das Norddeutsche Becken streicht in die Nord- und Ostsee aus. Diese Region bietet hervorragende Voraussetzungen, um Erdwärme in Kraftwerken nutzbar zu machen. Temperaturen in geeigneten Gesteinsschichten von 130-160°C sind keine Seltenheit, in einem begrenzten Gebiet zwischen Hannover und Celle sowie zwischen Wittenberge und der Müritz misst man sogar 160-190°C.
Über 10 000 Erkundungsbohrungen nach Erdgas, Erdöl, Salz liefern zudem eine umfassend Datenbasis für eine aussagekräftige Voruntersuchung der geologischen Gegebenheiten.
Mit der Konferenz GeothermieNord will die Agentur Enerchange dieses Potenzial nun wieder stärker in den Fokus der Geothermiebranche rücken. Auch deshalb, weil so die Möglichkeit besteht, die spezifischen Herausforderungen des Norddeutschen Beckens, etwa die Reservoirerschließung und hochmineralisierten Thermalwässer, im Rahmen einer eigenen Veranstaltung zu diskutieren. Weitere Informationen und das vorläufige Programm unter: www.geothermienord.de

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