ifo-Gutachten bestätigt: Fördersperre für erneuerbare Wärme kostet Bund 280 Millionen
27.07.10 - 09:15 Uhr
Ein aktuelles Gutachten des ifo Instituts belegt: Der Förderstopp für erneuerbare Wärme konterkariert nicht nur die klimapolitischen Zielsetzungen der Bundesregierung, sondern führt zu Steuerausfällen bei Bund, Ländern und Kommunen in Millionenhöhe. "Wir sehen uns darin bestätigt, dass das Marktanreizprogramm für EE ein finanzpolitischer Selbstläufer ist", kommentiert BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke die Ergebnisse des ifo-Gutachtens. "Die sofortige Entsperrung der Mittel ist daher auch finanz- und beschäftigungspolitisch geboten." Das Münchener ifo Institut untersucht in seinem Gutachten die steuerlichen Folgewirkungen des Förderstopps für erneuerbare Energien im Wärmemarkt. Das Ergebnis: Selbst bei konservativen Annahmen übersteigen die Steuereinnahmen die Förderausgaben. Auf 151 Millionen Euro beziffert das ifo Institut die Steuerausfälle - selbst unter der Voraussetzung, dass nur die Hälfte der beabsichtigten Investitionsvorhaben als Folge der seit April 2010 gesperrten Fördermittel in Höhe von 115 Millionen aufgegeben werden und zehn Prozent der neuen Anlagen aus Importen stammen. Zusätzlich fallen Sozialversicherungsbeiträge und Arbeitsmarktentlastungen in jeweils zweistelliger Millionenhöhe aus. In der Gesamtheit würden sich laut Gutachten die negativ zu Buche schlagenden Effekte auf 280 Millionen Euro belaufen. Bisher keine Kommentare zu diesem Artikel. |
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