Smart Metering-Produkte:
was ist machbar?
29.01.10 - 09:01 Uhr
Smart Metering wird immer konkreter. Seit 1. Januar sind die intelligenten Zähler im Neubau und bei Modernisierungen gesetzlich Pflicht, spätestens ab 30. Dezember muss der Verbraucher auf lastvariable oder tageszeitabhängige Tarife zurückgreifen können. Dass die Möglichkeiten der smarten Zählertechnik damit noch lange nicht ausgeschöpft sind, zeigt eine Studie der LBD Beratungsgesellschaft (LBD) aus Berlin. Die Forschungsarbeit, die auf der E-World und am 11. März 2010 im Rahmen der EVB-Fachtagung in Bad Neuenahr präsentiert wird, erarbeitet intelligente Zählerprodukte, die bereits jetzt, in der ersten Marktphase des Smart Meterings, umsetzbar sind.

Mit "Umsetzbare Smart Metering-Produkte - Eine Handreichung für Vertriebe" (Arbeitstitel) macht die LBD das Studienreihe rund um die Möglichkeiten der intelligenten Zählertechnologie komplett. Die erste Studie "Herausforderung aus Markt und Regulierung - Handlungsoptionen für durchgängige Prozesse" betrachtete dabei die langfristige Marktentwicklung von Smart Metering und machte klar, dass Energieversorger nicht darauf verzichten werden können, eigene Strategien zu intelligenten Zählern zu entwickeln. Wie sich Smart Metering dann konkret wirtschaftlich implementieren und betreiben lässt, damit beschäftigte sich die zweite Studie "Smart Metering - Erfolgreich sein durch Prozesseffizienz und Produktinnovation". Darin wurde unter anderem beschrieben, wie der Einsatz von Smart Metern neue Einsparmöglichkeiten durch effiziente Prozessgestaltung bietet. Die nun vorliegende Studie baut auf den ersten beiden Arbeiten auf und entwickelt handfeste Produkte für die jetzige Marktphase. Sie ist damit eine wertvolle Basis für die Vertriebsabteilungen vor allem kleinerer und mittlerer Energieversorgungsunternehmen.
Wie erfolgreich ein Energieversorgungsunternehmen künftig auf dem Markt ist, hängt auch davon ab, wie verständig es die Möglichkeiten ausschöpft, die Smart Metering ihm bietet. Fest steht: Ein wirtschaftlicher Messstellenbetrieb mit digitalen Zählern ist nur dann möglich, wenn neue Tarife und Produkte entwickelt werden. Dabei gilt es, die Produkte so exakt wie möglich auf die verschiedenen Kundensegmente maßzuschneidern. Auf Basis der bevorzugten Zielgruppen für Smart Metering, die in der zweiten Studie erarbeitet wurden (jüngere Singles, Doppelverdiener ohne Kinder, Familien mit Kindern im sogenannten modernen Mainstream, ältere Aufgeschlossene in der postfamiliären Phase und ökologisch Sensibilisierte), legt die vorliegende Studie nun eine Art Produktbaukasten vor, mithilfe dessen Produkte generiert werden, die den einzelnen Kundengruppen und ihren jeweiligen Erwartungen an den Nutzen der intelligenten Zählertechnik exakt entgegenkommen. Dabei konzentriert sich die Studie auf solche Produkte, die bereits jetzt oder spätestens in den nächsten 20 Monaten umsetzbar sind, die Studie ist also praxisorientiert und nicht akademisch. Eine Handvoll solcher Produkte stellt die Studie schließlich insgesamt vor, alle werden ausführlich auf ihr Potenzial, Umsatz zu generieren, abgeklopft. Zudem wird jedes Produkt auf seinen Nutzen sowohl für die Kunden als auch für den Vertrieb untersucht. Auch eine Kosteneinschätzung fehlt nicht, die Studie beziffert die Umsetzungskosten je Produkt und schätzt sein Preis- und Margenpotenzial ein. Zuletzt bietet die Studie Vertriebsabteilungen eine konkrete und praxisorientierte Handreiche, wie sie Potenziale analysieren und Smart Metering-Produkte entwickeln können.
Die Studie "Umsetzbare Smart Metering-Produkte - eine Handreichung für Vertriebe" wurde von der Beratungsgesellschaft LBD, Berlin, im Auftrag der EVB Energy Solutions und Alcatel Lucent erstellt. Sie wird auf der EVB-Fachtagung am 11. März 2010 in Bad Neuenahr präsentiert.
Anmeldungen zur Studienpräsentation unter www.evb.net/tagung
Die Studie kann über www.evb.net/studie zum Preis von 600,- Euro bestellt werden.
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