Weltweit größtes Photovoltaik-Kraftwerk geht ans Netz - Aus Militärflughafen wird Solarpark
06.09.07 - 18:23 Uhr - Alter: 4 Jahre
Mit der Inbetriebnahme der ersten Solarfelder feiert die Juwi-Unternehmensgruppe Ende August die offizielle Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts im größten Photovoltaik Kraftwerk der Welt. Der in Brandis, in der Nähe von Leipzig, errichtete Solarpark wird im Endausbau ab 2009 eine Leistung von 40 Mio. kWh erreichen. Bis dahin werden in rund 550 000 Dünnschichtmodule etwa 130 Mio. Euro investiert. Ab dem heutigen Tage können wir bis zu sechs Megawatt Solarstrom einspeisen", betont Juwi-Vorstand Matthias Willenbacher anlässlich der Eröffnungsfeier. Die Wichtig- und Notwendigkeit derartiger Projekte unterstreicht auch die Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug: "Erneuerbare Energien sind ein wesentlicher Bestandteil der umweltfreundlichen Energieerzeugung. Ich bin überzeugt, dass wir hier erst am Anfang einer überaus erfolgreichen Technik- und Marktentwicklung stehen." 200 Fußballfelder Die Anlage im sächsischen Muldentalkreis wird auf der Hälfte einer 220 ha großen Fläche in den Gemeinden Brandis und Bennewitz gebaut. Die Grundfläche der Anlage entspricht in etwa 200 Fußballfeldern. Nach kompletter Fertigstellung werden in dem Solarstrom-Kraftwerk pro Jahr etwa 40 Mio. kWh sauberer Strom erzeugt. In anderen Zahlen ausgedrückt: Das Solarkraftwerk spart damit jährlich rund 25 000 t des Treibhausgases CO2. "In einer Zeit, wo alle Welt über den Klimawandel diskutiert, zeigen wir somit die Leistungsfähigkeit der Erneuerbaren Energien", so Willenbacher. "Solarstrom schont nicht nur die Umwelt, sondern macht auch unabhängig von teuren Energieimporten und schafft neue Arbeitsplätze. Freiflächenanlagen als preisgünstigstes Photovoltaik-Segment tragen maßgeblich zu diesem Erfolg bei." Die meisten der rund 550 000 Solarmodule werden von der Firma First Solar in Frankfurt an der Oder produziert. An diesem Standort hat das Unternehmen im Juli die weltweit größte und modernste Fertigung für Dünnschichtmodule mit über 400 neu geschaffenen Arbeitsplätzen offiziell eröffnet. "Gerade auch im Hinblick auf das riesige Exportpoten- Optimistischer Blick nach vorn Das Investitionsvolumen für den Solarpark "Waldpolenz" beträgt rund 130 Mio. Euro. "Waldpolenz" ist damit - so der Juwi-Vorstand - ein Meilenstein für die Entwicklung der Gruppe und für die Photovoltaik (PV) allgemein: Denn das Kraftwerk in Brandis ist dank seiner Größe und den damit verbundenen Einsparmöglichkeiten auf allen Ebenen der Systemkosten ein Beleg für die Fortschritte bei der Erschließung der Kostensenkungspotenziale in der Photovoltaik-Industrie. Bei den durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vorgegebenen Vergütungssätzen für Freiflächenanlagen - rund 35 ct/kWh - lassen sich vor allem Anlagen mit innovativer Technologie, wie beispielsweise der Dünnschicht-Technologie, wirtschaftlich betreiben. Juwi Solar verfügt über mehrjährige Erfahrung in der Realisierung von Solar-Großprojekten und wird in den kommenden Jahren im In- und Aus- Ein wichtiger Partner wird dabei der Dünnschicht-Spezialist First Solar sein, der ebenso wie Juwi die Philosophie einer schnellen Markteinführung von Solarstrom verfolgt. First Solar liefert die Solarmodule für den Solarpark Waldpolenz. |