EU erhöht Anforderungen an Energieausweise für Gebäude
31.05.10 - 11:03 Uhr - Alter: 2 Jahre
Berlin. Die Qualität von Energieausweisen für Gebäude soll deutlich gesteigert werden. Das fordert die am 18. Mai 2010 vom EU-Parlament verabschiedete Novelle der Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD - Energy Performance of Buildings Directive).

Das EU-Parlament erhöht die Anforderungen an Energieausweise und fordert die Einführung eines unabhängigen Kontrollsystems.
So umfasst die novellierte EU-Gebäuderichtlinie die Einführung eines unabhängigen Kontrollsystems, das auch Stichproben der ausgestellten Energieausweise vorsieht. Ein Energieausweis muss zukünftig außerdem zwei Maßnahmenpakete mit Hinweisen zur Umsetzung enthalten, eines für eine umfassende energetische Sanierung und eines für eine Modernisierung von einzelnen Bauteilen. Eine Liste der Energieausweisaussteller soll darüber hinaus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Ein solches Qualitätssicherungssystem für Energieausweise hatte die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) bereits 2008 eingeführt. Der mit einem Gütesiegel versehene dena-Energieausweis enthält eine zusätzliche vierseitige Dokumentation mit anschaulichen Informationen über den energetischen Zustand einzelner Gebäudeteile vor und nach der Modernisierung sowie die nun von der EU geforderten zwei alternativen Maßnahmenpakete für die energetische Modernisierung.
Dabei besteht das erste Paket aus gering investiven, schnell umsetzbaren Maßnahmen wie beispielsweise dem hydraulischen Abgleich oder der Optimierung der Regelungstechnik. Das zweite Maßnahmenpaket enthält Vorschläge für eine umfassende, wirtschaftlich sinnvolle energetische Gebäudemodernisierung wie beispielsweise dem Austausch von Fenstern, der Dämmung der Fassade oder der Einbindung Erneuerbarer Energien in die Wärmeversorgung.
Die dena führt nach eigenen Angaben regelmäßig Qualitätskontrollen durch. Dabei werde jeder Energieausweis mit dem Gütesiegel, einem elektronischen Plausibilitätscheck unterworfen. Zusätzlich werde von unabhängigen Fachprüfern eine Stichprobenkontrolle durchgeführt.
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