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Studie "Renewable Energy Outlook 2030 Scenario": Schneller Ausbau der EE möglich

25.01.09 - 14:56 Uhr
Der Ausbau der Energiegewinnung aus Wind, Sonne, Biomasse und Erdwärme ist nicht wie bei Kohle, Öl, Gas und Uran durch den Umfang von Lagerstätten begrenzt, sondern hauptsächlich von den Investitionen in die Anlagen abhängig. Für die Energy Watch Group wurde deshalb untersucht, wie schnell sich die Versorgung aus EE steigern lässt, durch realistische steigende Investitionssummen, differenziert nach verschiedenen Weltregionen.

Das Szenario zeigt als Ergebnis, dass im Jahr 2030 mindestens ein Anteil der EE von 29% des weltweiten Endenergiebedarfs an Strom und Wärme erreicht werden kann. Voraussetzungen dafür sind eine starke politische Unterstützung, ein freier Marktzugang und jährliche Investitionen, die nach und nach bis 2030 auf gut eine Billion Euro ansteigen ("obere Szenario-Variante"). Das sind im Zieljahr umgerechnet 124,- Euro pro Kopf der Weltbevölkerung. Zum Vergleich: Im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2030 ist das ein Viertel weniger als die heutigen jährlichen Militärausgaben. Nimmt man eine nur halb so hohe Investitionsbereitschaft an („untere Szenario-Variante“), dann ist ein erneuerbarer Deckungsgrad von 17% für Strom und Wärme erreichbar.
Der Deckungsgrad ist in beiden Varianten bei elektrischem Strom viel höher als bei Wärme. So liegt der erneuerbare Anteil 2030 in der „oberen Variante“ für den Wärmebereich bei 16% gegenüber 62% für den Strom, davon knapp die Hälfte aus Windkraft.
Das mathematische Modell zur Gewinnung der genannten Daten ist ein Näherungsverfahren, das - getrennt für zehn Weltregionen – schrittweise den Kapazitätsausbau und die dazugehörigen Investitionskosten ermittelt. Zum Vergleich mit der Entwicklung des globalen
Endenergiebedarfs wurde als Bezugsgröße e aus dem „World Energy Outlook“ der Internationalen Energieagentur (IEA) entnommen, obwohl die Energy Watch Group aufgrund ihrer bisherigen Analysen nicht davon ausgeht, dass konventionelle Energieträger im demnach erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen werden.
Von den Ergebnissen sind die Wissenschaftler der Energy Watch Group positiv überrascht. Derartig hohe Deckungsgrade bei den vergleichsweise moderaten Investitionssummen wurden ursprünglich nicht erwartet.

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